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Grundlagen – Stellung der Wissenschaft2018-05-28T14:02:32+02:00

Stellung der Wissenschaft

Naturwissenschaften speziell

Die Wissenschaften prägen alle Vorstellungen über unsere Welt, jedenfalls in den dominierenden Gesellschaften. Obwohl rückblickend ersichtlich ist, dass Wissen immer wieder korrigiert wird, d.h. die Weltbilder sich ändern. So etwa vom menschenzentrierten Bild der Erde um die sich alles dreht, zur heutigen Vorstellung der Astronomie.

Einerseits richten sich also die Wissenschaften nach den vorherrschenden Ideen – es wird gefunden, was man sucht. Andrerseits wurden und werden neue, intuitive, ausserordentliche oder visionäre Vorstellungen von der universitären Wissenschaft sehr lange nicht beachtet. Leider sind viele Wissenschaftler unbewusst daran beteiligt, eine Privilegien-Gesellschaft zu unterstützen.

Die Gesellschaft wird in einem langen Prozess mit vielen Mitteln beeinflusst, ja konditioniert. Der Glaube an Experten wird etabliert. Mit ihrer Sprache erzeugen die Wissenschaftler oft ein modernes Analphabetentum. (Das gilt auch in anderen Sparten wie Wirtschaft, Geldwesen, Medizin, Informatik.) Selbständigkeit im Denken erringt einen geringen Stellenwert. Das ist schade.

Echte Förderung des Menschen würde bedeuten, seine Selbständigkeit, seine Entscheidungsfähigkeit, sein Selbstwertgefühl zu stärken. In Lehrplänen von Schulen sind zwar oft solche Ziele gesetzt. Die Realität und das Resultat der Bildung sehen jedoch anders aus.

Das ist vielfach abzulesen: Wie viel wird allein mit dem Kopf gelernt? Wie stark wird Erleben, Erfahrung gefördert? Was alles wird in unser Hirn gepresst, wie wenig wird Raum gegeben für ganzheitliche Erfahrungen?

Auch an Details lässt sich das sehen: Schule im Stundenhack, Abbau von sinnlichen Fächern wie Werken, Hauswirtschaft, Turnen, Zeichnen. (Ja, sie heissen heute anders, das weist lediglich auf das Trimmen zur Wissenschaftlichkeit hin.)

Letztlich fördert die Masse, der Staat oder eigentlich die Dominierenden – wie seit Jahrtausenden – die Privilegien von Wenigen. Ein Weltbild, das nicht wissenschaftlich belegt ist, kann genauso richtig sein, wie das gerade dominierende.

Zur Erinnerung: Galileo Galilei stand, gegen die Lehrmeinung der Kirche, zur heute gültigen Beziehung zwischen Erde und Sonne. Oder die Entdeckung des genetischen Codes: Sie datiert nicht von heute, sondern ist 4000 Jahre alt. Auch meine Vorstellung aus „Jenseits der Sonne“ gehört in diesen Bereich, sie wurde zur Gewissheit ohne wissenschaftlichen Beweis.

Wenn ich im Folgenden andere, weniger etablierte Meinungen vertrete, tue ich das bewusst. Ich werde auch nicht immer zitieren, wer, wo, was publiziert hat; ich weiss, dass auch meine Vorstellungen kreiert oder inspiriert werden durch ein geistiges Kollektiv.