Grundlagen – Gewalt und Konsequenzen2018-05-28T08:56:35+02:00

Gewalt und Konsequenzen

Im Biosophischen Weltbild wird erläutert wie das irdische Dasein verbunden ist mit Privilegien-Wirtschaft. Die angewendeten Methoden und Mittel sind erwähnt: Massenbeeinflussung durch Konditionieren, Täuschen, Propaganda, Machtstreben; alle verbunden mit entweder irreführender Logik oder dem „Prinzip Hoffnung“ und fördern des Fortschrittglaubens.

Auf eine besondere Methode sei speziell eingegangen. Wer setzt sich ein im Namen der Gerechtigkeit, der Verteidigung von Territorien oder wirtschaftlichen Interessen: einerseits Staaten, andrerseits Organisationen, die ihre privaten Interessen verfolgen wie z.B. Wirtschaftsverbände aber auch die Mafia. Dass die Letzteren das Gemeinwohl nicht zum Ziel haben, liegt auf der Hand.

Die Stellung von Religionen sei mal weggelassen. Ebenso die Stellung von wirtschaftlichen Gruppierungen. Wie steht es mit den Staaten? Sie stehen für Recht (Menschenrecht, Gleichberechtigung), Ordnung und Demokratie. Staaten, die nur vorgeben, sich dafür einzusetzen, seien gleich den mafiösen Organisationen zugeordnet. Verbleiben die Rechtsstaaten. Wie setzen sie sich für Gleichberechtigung ein?

Meist mit friedlichen, gewaltfreien Mitteln, manchmal aber auch mit Gewalt. Die meisten Staaten unterhalten eine Armee. Sie setzen sie ein zur Verteidigung des Territoriums, oft nur wenn sie selbst angegriffen werden, aber manche auch offensiv, wenn sie sich einreden, ihr Staat sei irgendwie gefährdet. Natürlich kann mit Gewalt viel erreicht werden: Die Frage ist nur, wem nützt das letztlich? Welcher Staat hat mit Gewalt erreicht, Gerechtigkeit unter den Menschen zu fördern und zu halten? Was zeigt die Realität von Kriegen?

Die Meisten – ob Soldaten oder Volk – trifft Leid, Tod, Vernichtung. Nur wenige profitieren, letztlich jene wenigen, die weiterhin ihre Privilegien bewahren. Die Tausenden von Menschen eines Staates haben nichts gewonnen. Ja wenn man die Gesamtheit aller Staaten betrachtet, global, überwiegt auch da nur Verlust, Tod und Vernichtung.

Der einfache Mensch gewinnt nie etwas, wenn er sich in den Dienst der Macht stellt. Sich keiner Macht unterzuordnen, ist Einsicht, ist die Erkenntnis. Sofort taucht das Problem auf, wie verhält sich der Einzelne?

Da meine ich, Selbstverteidigung sei natürlich. Sie soll allerdings erst mal mental, psychisch oder charakterlich sein, erst in zweiter Linie handfest. Das bedeutet nichts anderes, als die Selbständigkeit, die Entscheidungsfähigkeit, das Selbstwertgefühl zu stärken. (In „Stellung der Wisschenschaft“ wird aus anderer Perspektive der gleiche Schluss gezogen.) Sich selbst zu verteidigen ist nicht dasselbe, wie Herrschende zu verteidigen.

Dabei fragen wir uns, warum eigentlich das Gewissen von Verweigerern des Militärdienstes geprüft wurde. Das Umgekehrte wäre angebracht; das Gewissen der Soldaten müsste untersucht werden. Wie können sie den Widerspruch ertragen zwischen „Ausbildung zum Töten“ und „Du sollst nicht Töten“.